WAS IST ENERGIEDEMOKRATIE?

In Modellrechnungen konnte gezeigt werden, dass die Europäische Union bis zur Jahrhundertmitte 94% ihrer Elektrizität erneuerbar produzieren kann. (Energy [R]evolution: towards a fully renewable energy supply in the eu 27, Greenpeace 2010)

In Deutschland könnten schon im Jahr 2030 60% der Stromproduktion erneuerbar sein, bei weitgehendem Verzicht auf Kohle. (Energie – der Plan: Deutschland ist erneuerbar, Greenpeace 2011)

Die Klimaallianz Osnabrück definiert Energiedemokratie so:

„Energiedemokratie bedeutet, gemeinsam ohne vorherrschende Profitinteressen über Weichenstellungen der Energiewende entscheiden zu können.

Dazu gehören:

  1. weitgehende Dezentralität und Konzernunabhängigkeit,

  2. Verteilungsnetze und Stadtwerke in kommunaler Hand (partizipative Stadtwerke),

  3. moderierte Foren des Interessenausgleichs,

  4. gewerkschaftliche Mitbestimmung“

„Energiedemokratie bedeutet, sicherzustellen, dass jedeR Zugang zu genug Energie hat. Die Energie muss jedoch so produziert werden, dass sie weder Umwelt noch Menschen schädigt oder gefährdet. Das bedeutet konkret, fossile Rohstoffe im Boden zu lassen, Produktionsmittel zu vergesellschaften und demokratisieren und unsere Einstellung zum Energieverbrauch zu ändern.“

(zitiert nach dem Programmheft des Lausitzcamps 2012)